D600 Tag

Pazifischer-Nordwesten-USA-Kanada-Niklas-Coen-Fotografie-0001 Zugegeben: Einen Ort "Heimat" zu nennen, der gute 8.000 Kilometer weit entfernt liegt und den man bisher ein einziges einmal besucht hat, mag vielleicht ein wenig verrückt klingen - aber wenn man Heimat als einen Ort definiert, an dem man glücklich und in seinem Element ist, an dem die Dinge so sind, wie man sie sich tausendfach vorher vorgestellt hat und wie man sie mag, dann, so finde ich, kann ich vom Pazifischen Nordwesten der USA sowie dem kleinen Zipfel Kanadas (Vancouver und Vancouver Island) getrost als Heimat sprechen (keine Sorge, ich fühle mich auch hier in Deutschland sehr wohl ;-) ).

USA-Roadtrip-Fotografie-0001 Nun liegt die Reise fast 12 Monate zurück und neue große Abenteuer werfen bereits ihre nicht mehr allzu langen Schatten voraus. Trommelwirbel: Nun zum zweiten Teil der Fotos (Teil 1 findet ihr hier: Bound to the Southwest 1/2). Ausgangspunkt ist der Joshua Tree NP, von dem aus es durch die Wüste Kaliforniens Richtung Arizona und dem Grand Canyon ging. Einmal drum herum, durch das Örtchen Page - einem Fotografen-Hotspot - Richtung Utah und eigentlich zum Bryce Canyon - der Campingplatz dort war aufgrund von starken Gewittern aber überflutet. Schade! Also weiter Richtung Beaver und Fishlake National Forest - den ersten Schnee bewundern.

Ich habe mir vorgenommen, den Jahresabschluss mit diesem kleinen Video zu feiern. Schaut euch die 4 Minuten an und sagt "Tschüß" zu 2014 und ruft dem neuen Jahr ein herzhaftes "Willkommen" entgegen. Viel Spaß - guten Rutsch und haut rein! Schaut derweil auch mal bei dem großartigen Roo Panes vorbei. Es lohnt!

Das Brackvenn, genau auf der Grenze zu Belgien im äußersten Westen Deutschlands gelegen ist ein toller Ort. Sagenumwoben und mystisch kommt dieses Hochmoor daher - wenn die Wolkenmassen vom Atlantik nach Westen ziehen und sich über die Höhenrücken der Eifel drücken, kann es einem schon mal passieren, das man urplötzlich in stürmendem Regen, mitten in der verhältnismäßigen Einsamkeit ausharren muss. Ein Stück Wildnis, 30km von Aachen entfernt. Es ist schon beeindruckend wie schnell sich das Wetter, die Lichtstimmungen und auch die Geräuschkulisse dort oben ändern können, fast unvorhersehbar.

Die Tage zieht es meine bessere Hälfte und mich wieder nach Irland. In Gedanken bin ich aber schon immer viel früher auf Reise. Nennt man das Reisefieber? Nicht nur, was die möglichen Orte angeht, die man vielleicht sehen muss oder an denen man fotografieren möchte. Es schwirrt einem dermaßen viel durch den Kopf, wow! Was kommt mit? Wie kommt man wo hin? Wann muss man dort sein? Und wann dort? - Puh! Die "was nehme ich mit"-Frage ist dabei aber noch simpel zu beantworten: Packe so wenig wie möglich und so viel wie nötig ein - wer leicht auf Reise geht, der reist besser - zumindest meine ich dies. Das gilt sowohl für das Gepäck, als auch für das fotografische Equipment, welches ich mitnehme. Es darf auf keinen Fall zu schwer sein!