Wald Tag

  Vor kurzem zog es mich an einem Samstag-Abend in den Wald der blauen Blumen. Ein kleiner, beschaulicher Forst direkt an einer Bundesstraße im Kreis Heinsberg gelegen. Die wenigsten kennen ihn wahrscheinlich, aber dort verbirgt sich ein kleines Naturwunder, welches meist zwischen April und Mitte Mai zu bewundern ist. Zu dieser Zeit blühen Millionen von atlantischen Hasenglöckchen in dem Wäldchen. Das besondere daran ist, dass dies ein untypischer Ort für die Blüte dieser Pflanze ist. Normalerweise findet man die Blume nur an der Altlantik-Küste in Westeuropa und von der ist man an diesem Ort gute 500km entfernt.  

Bieley, ein komischer Name und ein relativ unbekannter Ort. Das Wort Ley hat es sogar zum Nachnamen gebracht und bezeichnet hier im Rheinland eine Felswand oder einen Felsvorsprung. Der bekannteste seiner Art dürfte sicher die Loreley sein, der sagenumwobene Felsen am Rhein. Gerade die nördliche Eifel bietet aber noch deutlich mehr dieser Leien. Der wohl schönste, aber auch einer der weniger bekannten Felsen ist dabei die Bieley. Eigentlich stiehlt sie sogar den Millionen wilden Narzissen, die jedes Jahr Mitte April zu ihrem Fuß im Perlenbachtal wachsen klar die Show, das ist zumindest meine Meinung.

Zwischen den Tagen - das ist die Zeit zwischen den weihnachtlichen Feiertagen und Neujahr. Man befindet sich im zeitlichen Endspurt und doch lässt man es oft etwas ruhiger angehen. So auch ich an den letzten Tagen des Jahres 2013 in Oberbayern.  

Ich mag den Herbst. In ihm spiegeln sich alle Jahreszeiten auf einmal wieder. Es kann warm sein, aber auch bitterkalt, neblig und sonnig. Es blühen noch Blumen, Pilze wachsen und verschiedene Sträucher tragen Früchte. Aber gleichzeitig, verlieren die Bäume ihre Blätter, dies tun sie aber in wunderbaren Farben. Genau deshalb trieb es mich mal wieder in den Wald, um ein paar Aufnahmen mit meiner Kamera zu machen. Der Herbst zeigte sich an diesem Tag von seiner kalten und nebligen Seite. Perfekt!